Arzthaftungsrecht

Mit Expertise und eigenem Expertennetzwerk

FINANZIERUNGSBEREICH

Wenn Ärzte irren, sind die Folgen oft dramatisch – körperlich, psychisch sowie finanziell. Zwar müssen Mediziner für ihre Fehler haften, doch der Weg dorthin ist steinig und kostenintensiv. Oft sind dazu langwierige Beweisaufnahmen und mehrere medizinische Gutachten vonnöten, die die Prozesskosten in die Höhe treiben und den Prozess über Jahre verzögern.

Die Prozessfinanzierung hilft Patienten, gegen oftmals unantastbare Ärzte und Gesundheitseinrichtungen gerichtlich vorzugehen und eine finanzielle Entschädigung durchzusetzen.

ROLAND ProzessFinanz finanziert im Arzthaftungsrecht Schadensersatzansprüche aus:

 

Gemeinsam entschlossen sich Saskia K. und ihr Mann (beide Ende 20), bei der Entbindung ihres dritten Kindes eine Sterilisation vornehmen zu lassen. Dafür sprach medizinisch auch die Tatsache, dass alle drei Schwangerschaften Risikoschwangerschaften waren. Diesen Wunsch besprach Saskia K. sowohl mit ihrer Frauenärztin als auch mit der Entbindungsklinik. Die vorzunehmende Sterilisation sollte unter Absprache mit der medizinischen Betreuung durch Zertrennung der Eileiter erfolgen, da die Eltern eine sichere und endgültige Methode wünschten.

Abweichend von den vorherigen Absprachen und vorherigen Informationen entschied sich der behandelnde Chefarzt kurz vor Durchführung des Kaiserschnittes und der geplanten irreversiblen Sterilisation für die Durchführung einer reversiblen Sterilisation, indem er lediglich ein Abbinden der Eileiter vornahm. Dies begründete der Chefarzt mit dem noch jungen Alter von Saskia K., ohne sie jedoch über Vor- und Nachteile gegenüber der von ihr und ihrem Mann gewählten Methode aufzuklären.

Saskia K. wurde etwa 10 Monate nach der durchgeführten Sterilisation erneut schwanger und erhebt nunmehr den Vorwurf gegenüber dem Klinikum und den behandelnden Ärzten, dass hier nicht die sicherste Form der Sterilisation vorgenommen worden ist und sie im Vorfeld nicht über die Risiken der tatsächlich durchgeführten Operation aufgeklärt worden ist. Aufgrund ihrer finanziellen Situation und dem hohen Prozesskostenrisiko wandte sich der betreuende Rechtsanwalt an ROLAND ProzessFinanz. Diese prüfte und finanzierte den Fall. Der Vorwurf der unterlassenen Aufklärung ging in der ersten Instanz durch und Saskia K. obsiegte in vollem Umfang. Das Urteil wird jetzt in der zweiten Instanz verteidigt.

Dominik L. verspürt bei seiner Tätigkeit als Steinsetzer plötzlich auftretende Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Nachdem sich sein Zustand nicht verbessert, wird er von einem Kollegen nach Hause gefahren. Seine Frau verständigt nach Eintreten von Erbrechen den Notarzt, der etwa eine halbe Stunde später bei Dominik L. eintrifft. Die behandelnde Notärztin schließt ohne weitergehende Untersuchungen das Vorliegen eines Schlaganfalls aus und stellt die Diagnose Sonnenstich mit der Empfehlung, viel Wasser zu trinken.

Nachdem sich der Zustand von Dominik L. weiter verschlechtert, entscheidet die Ehefrau, ihn ins Krankenhaus zu bringen. Hier wird nach eingehendenden Untersuchungen ein schwerer Schlaganfall festgestellt und die entsprechenden Behandlungen eingeleitet. Dominik L. ist seitdem körperlich und geistig schwerstgeschädigt und wird in einem Pflegeheim rund um die Uhr betreut.

Die zurückbleibende Ehefrau und Mutter von seinen Kindern kann einen Prozess gegen die Notärztin nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Die sie betreuende Rechtsanwältin wendet sich mit dem Fall an die ROLAND ProzessFinanz. Diese holt ein Gutachten zum Vorwurf der unterlassenen Befunderhebung durch die Notärztin und der damit einhergegangenen zeitlichen Verzögerung der Feststellung des Schlaganfalls ein und schließt einen Finanzierungsvertrag mit der Klägerin.

Die Ärzte stellten bei Jakob D. die Indikation zur Knieendoprothese, welche auch im Krankenhaus I. implantiert wurde. Jakob D. litt nach der durchgeführten Operation unter anhaltenden Schmerzen. Die Wundheilung erfolgte unter ständiger Betreuung und Beobachtung seines Hausarztes, welcher über zwei Monate hinweg Wundsäuberungen durchführte. Nach drei Monaten wurde Jakob D. von dem Hausarzt zurück in die Klinik I. überwiesen, da sich keine Besserung einstellte. Es folgte eine langjährige Behandlung wegen massiver Wundheilungsstörungen. Auch nach langfristiger Behandlung konnte keine Keimfreiheit der Wunde mehr erzielt werden und die Endoprothese wurde wieder entfernt.

Jakob D. erhebt den Vorwurf gegenüber seinem Hausarzt, dass dieser auf die eingetretene Wundheilungsstörung nicht rechtzeitig und fachgerecht reagiert hat. Seine Behandlung sei Ursache für den weiteren schmerzvollen Leidensweg mit zahlreichen Behandlungen.

Der Anwalt von Jakob D. empfiehlt die Prozessfinanzierung der ROLAND ProzessFinanz. ROLAND finanziert das Klageverfahren gegen den behandelnden Arzt und obsiegt nach Einholung mehrerer gerichtlicher Gutachten in vollem Umfang.

Die Geburt bei Silke K. wird mittels Medikamenten auf der Geburtsstation eingeleitet. Im Verlauf des Tages wird die Herzfrequenz des Kindes überprüft und es werden Unregelmäßigkeiten festgestellt. Dennoch führen die Ärzte keine regelmäßige CTG-Kontrolle durch. Nach einigen Stunden hat Silke K. einen spontanen Blasensprung, bei dem braunes Fruchtwasser austritt. Die Ärzte sehen keine Veranlassung zu einem Kaiserschnitt. Das Baby von Silke K. kommt mit schwersten Hirnschädigungen durch eine Spontangeburt zur Welt.

Silke K. und ihr Mann verklagen die Ärzte und die Hebamme auf Schmerzensgeld und Schadensersatz für ihr Kind. Ihr Anwalt schätzt den Fall als erfolgversprechend ein und kalkuliert ein Kostenrisiko von 50.000 EUR, welches die Eltern des Kindes nicht übernehmen können. Der Anwalt rät zu einer Prozessfinanzierung, die auch die Kosten eines zusätzlichen Privatgutachtens übernimmt. Die Arzthaftungs-Expertin der ROLAND ProzessFinanz prüft den Fall anhand der Behandlungsunterlagen und einer bereits vom Anwalt des Kindes eingeholten ärztlichen Stellungnahme des MDK (Medizinischer Dienst der Krankenversicherung) und schließt einen Finanzierungsvertrag mit den Eltern. Nachdem die außergerichtliche Einigung scheitert, reicht der Anwalt die Klage ein. Während des Verfahrens gibt der Anwalt zusammen mit der ROLAND ProzessFinanz ein Privat-Gutachten bei einem Gynäkologen und einem Neuropädiater in Auftrag, die einen groben Behandlungsfehler bescheinigen. Silke K. und ihr Mann erstreiten Schmerzensgeld und Schadensersatz in sechsstelligem Bereich für ihr Kind.

Rainer S. musste sich aufgrund von Problemen einer OP am Schultergelenk unterziehen. Bei der zweiten OP treten Probleme bei der Narkoseausleitung auf, sodass kein Herzschlag bei Rainer S. mehr zu verzeichnen ist und Wiederbelebungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Rainer S. wird reanimiert, verfällt aber ins Wachkoma. In der Nachuntersuchung stellt sich heraus, dass die Dokumentation der Anästhesie lückenhaft geführt ist. Es ist somit nicht nachvollziehbar, ob Vitalwerte des Anspruchsinhabers richtig kontrolliert wurden und die Reanimationssituation hätte verhindert werden können.

Die Ehefrau von Rainer S. lässt sich von einem Fachanwalt für Arzthaftungsrecht beraten und verklagt die verantwortlichen Ärzte auf Schmerzensgeld und Schadensersatz. Mandantin und Rechtsanwalt ziehen aufgrund der hohen Gutachterkosten und der zu erwartenden Länge des Prozesses gegen die Haftpflichtversicherungen der Ärzte ROLAND ProzessFinanz hinzu. Die Parteien treffen nach mehreren Jahren Prozessdauer einen Vergleich im mittleren sechsstelligen Bereich.

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